Unser Fahrer hält den Pick-Up abrupt an und springt schnell mit dem Guide aus der Fahrerkabine. Beide geben uns ein Zeichen, ihnen schnell zu folgen und so springen wir irgendwo im Khao Yai Nationalpark von der Ladefläche. Unser Fahrer und der Guide sind schon im Dickicht des Dschungels verschwunden, als wir hinterher stürmen. Nachdem wir die beiden endlich eingeholt haben, blicken wir nach oben in die Baumkronen und entdecken sie… Was wir sehen konnten und was wir sonst noch im Khao Yai Nationalpark erlebt haben, das erfährst Du in diesem Artikel.

Der Khao Yai NationalparkBlick auf den Khao Yai Nationalpark

Es geht los in den Khao Yai Nationalpark

Wir sind mit einem Guide unterwegs und werden mit ihm den ganzen Tag im Khao Yai Nationalpark verbringen. Wir werden durch den Dschungel wandern und mit etwas Glück auf der abendlichen Safari wildlebende Elefanten sehen. Oh, wie schön wäre das!

Wir stehen zeitig auf, da unsere Tour bereits um 8 Uhr morgens beginnt. Als wir zum Frühstück in das offene Restaurant der Unterkunft laufen, stellen wir fest, wie angenehm frisch es hier nordöstlich von Bangkok ist.

Im Restaurant bekommen wir jeder zwei Scheiben Toast, Rührei, Speck, ein Stück Waffel, Obst und zwei kleine Teigtaler serviert, die süß und salzig zugleich schmecken. Das gemischte Frühstück gefällt uns sehr gut, besonders das Obst schmeckt lecker.

Wie bereits gestern bei unserer Fledermaus-Tour sind wir an diesem Morgen die einzigen Gäste, die bei der Dschungel-Tour dabei sind. Wir steigen wieder auf die Ladefläche des Pick-Ups und genießen den Gegenwind, der uns frisch ins Gesicht weht. Nach 50 Minuten Fahrt passieren wir den Eingang des Nationalparks. Wir halten direkt an, da sich hier gerade eine Affenfamilie aufhält. Ein Affe springt einem anderen Pick-Up auf die Ladefläche und schmeißt eine Dose Cola hinunter. Aufgepasst: Vor den Affen ist also nichts sicher!

Ein Affe im Khao Yai NationalparkZwei Affen beim Entlausen

Am Visitor Center sehen wir die meisten Tiere

Nach kurzer Weiterfahrt kommen wir am Visitor Center des Khao Yai Nationalpark an und sehen hier die meisten Tiere, obwohl wir noch gar nicht richtig tief im Park sind! Am Visitor Center fließt ein flacher Bach entlang, in dem wir einen Otter sehen. Der Otter liefert uns Zuschauern eine richtige Show, denn er jagt immer wieder einem Fisch hinterher. Schlussendlich hat er Erfolg und präsentiert uns seinen Fang. Wir sehen noch einen großen Waran, für den sich die Thailänder, im Gegensatz zu uns beiden, überhaupt nicht interessieren. In den Bäumen fliegen wunderschöne Nashornvögel umher. Leider bedeckt die Vögel zu viel Laub, so dass kein vernünftiges Foto entsteht.

Rehe im Khao Yai NationalparkEin Otter fängt einen Fisch Kurz darauf taucht ein Waran aufEine Spinne im Khao Yai Nationalpark

Zu Fuß durch den Dschungel

Als wir tiefer in den Khao Yai Nationalpark fahren, stoppt unser Fahrer abrupt und springt mit unserem Guide ins Dickicht neben der Straße. Tobi und ich stürmen hinterher, ohne zu wissen, was die beiden gesehen haben. Als wir die zwei eingeholt haben, sehen wir hoch oben in den Bäumen eine Gibbon Familie. Die Gibbons sind flink und immer nur kurz im Laub zu entdecken. Es ist ganz schön schwierig, die Verfolgung aufzunehmen.

Eine Gibbon Familie hoch oben in den BäumenGibbons im Khao Yai Nationallpark

Unser Fahrer lässt uns ein kurzes Stück später erneut aus dem Fahrzeug. Hier beginnt das Trekking mit unserem Guide. Unser Fahrer wird uns später an einer anderen Stelle abholen. Auf Elefantenpfaden wandern wir also nun durch den Dschungel. Zuerst können wir das gar nicht glauben. Die Pfade sind sehr schmal und ständig muss man sich unter Ästen hindurch ducken. Hier können doch keine Elefanten laufen?! Und doch, so langsam müssen wir es glauben. Denn wir sehen immer wieder dicke Elefanten-Äpfel auf dem Pfad. Total fasziniert davon wandern wir zwei Stunden durch den Dschungel. Es ist sehr heiß und wir kommen in unseren langen Hosen ganz schön ins Schwitzen. Neben langen Hosen hat unser Guide uns auch noch empfohlen, spezielle lange Baumwollsocken zum Überziehen zu tragen. Das verhindert, dass Blutegel und Zecken in die Hosenbeine kriechen können.

Es gibt so viel zu sehen und zu hören. Durch die Schlingarme und Äste mancher Pflanzen flattern Schmetterlinge in alle Richtungen davon. Ein paar Affen schreien und lassen Hülsen von den Bäumen fallen, unter denen wir gerade stehen. Papageien, die wir im dichten Laub nicht entdecken können, kreischen und wir nehmen lauter neue undefinierbare Geräusche wahr. Das Gefühl, diese fremde Natur so direkt wahrzunehmen, ist sensationell gut!

Die Wasserfälle im Khao Yai Nationalpark

Mit einem Mittagessen im Restaurant des Nationalparks stärken wir uns für den zweiten Teil des Tages. Mit unserem Fahrer, der uns zwischenzeitlich wieder eingesammelt hat, fahren wir zu verschiedenen Wasserfällen. Der Weg zum letzten Wasserfall hat es in sich. Gefühlt steigen wir hunderte von Stufen den Weg hinab. Wir gehen zusammen mit unserem Fahrer –  unser Guide bleibt lieber beim Auto. Vielleicht lag es an den vielen Stufen… 🙂

Auf dem Weg zu dem imposanten Wasserfall, der 80 m in die Tiefe stürzt, gibt es oberhalb im Flussbereich eine „Elefanten-Treppe“. Diese „Treppe“ besteht aus großen Steinen, die eine Brücke über das Wasser bilden. Sie dient als Schutz, da die Elefanten nicht ins Wasser treten müssen und somit nicht durch die Strömung den Felsen hinunter gerissen werden. Die Vorstellung, dass hier zuletzt vor ein paar Jahren Elefanten in die Tiefe gestürzt sind, lässt uns einen Moment innehalten.

Dieser Wasserfall ist aus dem Film "The Beach" bekanntDas Wasser fällt 80 m in die Tiefe

Abendliche Safari im Khao Yai Nationalpark

Bei der abendlichen Safari-Fahrt sitzen wir erschöpft im offenen Pick-Up und können die Landschaft noch einmal so richtig genießen. Wir rechnen überhaupt nicht damit, doch auf einmal sind unser Guide und Fahrer ziemlich aufgeregt und teilen uns durch die Scheibe nach hinten mit, dass sie per Funk gehört haben, dass ein Elefant gesichtet wurde. Ein paar Minuten später steht uns tatsächlich einer gegenüber. Gemütlich wandert er die Straße entlang, schlendert dabei von links nach rechts und lässt sich nicht stören. Wir geben dem Elefanten seinen Freiraum und fahren weiter zu einer Wasserstelle. Wir haben tatsächlich erneut Glück! Nachdem wir hier einige Zeit stehen und das Wasserloch beobachten, kommt tatsächlich ein weiterer Elefant aus dem Dickicht. Er marschiert zum Wasser und trinkt eine ganze Zeit lang. Die Elefanten in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten ist an diesem Tag mit das schönste Erlebnis!

Ein Elefant im Khao Yai NationalparkEr wandert von links nach rechtsUnd ein weiterer Elefant am Wasserloch

Infos zu diesem Abenteuer

Tour-Anbieter: Khao Yai Nature Life & Tours

Unterkunft: Khao Yai Nature Life & Tours

Hier liegt der Khao Yai Nationalpark:

 

Keinen Artikel mehr verpassen!