Viele unserer schönsten Erlebnisse und Erinnerungen auf unserer Namibia Reise sammeln wir im Etosha Nationalpark beim Camping. Der Grund dafür sind die wunderbaren Tiere, die wir entdecken. Vor jedem Game Drive steigt in uns die Spannung, wenn wir uns ins Fahrzeug setzen und auf den sandigen Pisten den Nationalpark erkunden. Wir sind immer darauf gefasst, einem Wildtier zu begegnen. Der Etosha ist deshalb wohl bei jeder Namibia Reise das absolute Highlight.

Wo Du im Nationalpark am besten übernachtest und wie Du zur offiziellen Buchungsseite der Campinplätze findest, das erfährst Du in diesem Artikel.

Gnus in der Nähe von einem WasserlochLöwin im Etosha Nationalpark

Der Etosha Nationalpark – zum Schutz der Wildtiere

Der Etosha Nationalpark umfasst ein 22.275 Quadratkilometer großes Schutzgebiet, was ungefähr der Größe des Bundeslandes Hessen entspricht. In dem bekannten Nationalpark im Norden Namibias leben heute wieder eine Vielzahl an Wildtieren. Darunter sind 114 verschiedene Säugetierarten und 340 Vogelarten, von denen ungefähr ein Drittel Zugvögel sind.

Bereits am Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Wildtierbestände in Namibia aufgrund von Großwildjagd und Wilderei so stark ausgerottet, dass glücklicherweise 1907 ein Schutzgebiet eingerichtet wurde. Damals war das geschützte Gebiet noch vier Mal so groß wie der heutige Nationalpark.

Zum Schutz der Tiere wurde das gesamte Wildreservat im Jahr 1973 eingezäunt. Das bedeutet, dass die Tiere zwar bestmöglich vor Wilderei geschützt sind, aber in ihren natürlichen Wanderrouten beeinflusst sind. Konnten die Wildtiere bei großer Trockenheit vor der Einzäunung noch Richtung Norden zum Kunene Fluss wandern, sind sie heute auf die natürlichen und künstlichen Wasserstellen im Etosha angewiesen. Besonders die durch Flutlicht beleuchteten Wasserlöcher innerhalb der Camps bieten eine gute Möglichkeit, Tiere auch bei Dunkelheit zu beobachten. Die Tore des Etosha Nationalparks öffnen und schließen nämlich mit Sonnenauf- und Untergang. Auch die Campingplätze müssen dann wieder erreicht sein. Die genauen Zeiten stehen an den Toren der Camps, die du bei deinen Game Drives passierst.

Seit mehreren Jahren gibt es im südlichen Afrika die Bemühungen die Schutzgebiete wieder auszuweiten und die Wildreservate länderübergreifend miteinander zu verbinden. Die alten Wanderrouten der Tiere wären dann wieder hergestellt. Sicherlich ein schwieriger und langwieriger Weg dies umzusetzen, aber für die Tiere würden wir uns wirklich wünschen, dass diese Bestrebungen bald Erfolg haben!

Das Wasserloch am Camp OkaukuejoEtosha Nationalpark Camping: Abends kommen tatsächlich Nashörner ans WasserlochZebra im Etosha NationalparkEin Schakal im Etosha Nationalpark

Etosha Nationalpark Camping: Reservierung

Im Etosha Nationalpark gibt es vier Campingplätze, auf denen Übernachtungen möglich sind. Die Campingplätze sind über das Gebiet des befahrbaren Teils des Nationalparks verteilt. Wir verbringen insgesamt fünf Nächte auf drei verschiedenen Plätzen im Wildreservat. Die einzelnen Camps und unsere Erlebnisse werden wir in den nächsten Wochen in zusätzlichen Artikeln vorstellen. Eine kurze Übersicht über unsere Tour durch den Etosha wollen wir dir allerdings hier schon geben:

Die Campingplätze haben wir im Voraus gebucht, da wir uns nicht sicher waren, wie groß der Andrang während unserer Reisezeit im Januar und Februar 2018 sein wird. Im Nachhinein können wir sagen, dass gerade Okaukuejo und Namutoni teilweise sehr stark besucht waren. Eine Reservierung kann daher wohl wirklich von Vorteil sein.

Die Camps im Etosha Nationalpark kannst du über die Website des Namibia Wildlife Resorts, kurz NWR buchen. NWR ist ein staatlich betriebenes Unternehmen, über die alle Campingplätze innerhalb der Nationalparks in Namibia gebucht werden können. Beim Buchen unserer Camps sind wir zuerst auf der vermeintlich offiziellen Homepage des Etosha Nationalpark gelandet. Die Website bietet einen Buchungsservice der Campingplätze im Park an. Das ist an sich auch nicht weiter schlimm, nur haben wir das Pech, dass unsere Wunschcamps dort nicht mehr verfügbar sind. Uns werden lediglich fünf Nächte in Halali angeboten. Als wir entdecken, dass es sich gar nicht um die staatliche Buchungsseite handelt, haben wir über NWR alle unsere Wunschcamps erfolgreich buchen können.

Etosha Nationalpark Camping: Kosten

Der Eintritt in den Etosha Nationalpark kostet 80 NAD pro Tag. Kinder unter 16 Jahren zahlen keinen Eintritt. Für das Fahrzeug muss eine Gebühr von 10,00 NAD pro Tag entrichtet werden. Da die drei Campingplätze staatlich organisiert sind, haben sie einen identischen Preis. Bezahlt werden die Stellplätze pro Person und Übernachtung. Zusätzlich muss der Stellplatz je Nacht bezahlt werden. Für die Übernachtung im Park muss man demnach 310 NAD pro Person und Tag zahlen, was ca. 20 Euro entspricht.

Hier reservierst Du die Campingplätze direkt

Campingplätze: Okaukuejo – HalaliNamutoni

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