Unsere 3-wöchige Kanada Rundreise sollte ab Vancouver starten. Für die Zeit haben wir uns bei GoWest ein Wohnmobil gemietet und sind von Vancouver über Vancouver Island bis zu den Rocky Mountains gefahren und wieder zurück nach Vancouver. Dieser Artikel ist der erste Teil des Reiseberichts unserer gesamten Reise.

Anreise mit British Airways über London nach Vancouver

Es ist soweit, unsere Kanada Rundreise beginnt! Wir fliegen um 6:50 Uhr ab Hamburg mit British Airways erst einmal nach London. Heathrow ist echt ein komplizierter Flughafen. Mit erneuter Sicherheitskontrolle in Massenabfertigung und einer langen Zeit bis wir wieder am Gate sitzen, geht es nun weiter. Tipp von uns: plant in Heathrow genügend Zeit ein! Der zweite Teil der Flugreise geht nun direkt von London Heathrow nach Vancouver. Dort kamen wir um 14 Uhr (bzw. 23 Uhr deutscher Zeit) an. Wir waren also insgesamt knapp über 16 Stunden unterwegs. Puh.

Die erste Nacht im Hotel – Vorschrift!

Für die erste Nacht ist es in Kanada vorgeschrieben im Hotel zu übernachten. Das Wohnmobil darf dann erst am zweiten Tag gefahren werden. Vielleicht ist das auch keine schlechte Idee, wenn man überlegt, wie übermüdet wir waren – auch, wenn wir natürlich gerne direkt die Kanada Rundreise gestartet hätten.

Es ging also erstmal in Richtung Hotel. Wir haben das Accent Inns Vancouver Airport für die erste Nacht gebucht. Das Hotel liegt in der Nähe des Flughafens und ein Transfer vom Flughafen wird ebenfalls kostenlos angeboten. Das Hotel war insgesamt sehr amerikanisch. Die Außenflure mit Eingangstüren zum Parkplatz erinnern doch schon stark an amerikanische Motels.

Langer Tag, aber erstmal ab nach Vancouver

Auch wenn wir das Wohnmobil noch nicht abholen konnten, wollten wir den ersten Tag trotz langer Reise nicht einfach so verstreichen lassen. Wir wollten wenigstens Vancouver schon mal kurz gesehen haben. Und natürlich auch etwas essen. Also haben wir uns den nächstbesten Bus geschnappt und sind mit einmal umsteigen per Bahn bis zur Waterfront Station gefahren. Wir wollten nur einmal den Ausblick genießen und etwas essen.

Straßen in VancouverVancouver Waterfront

Im Umkreis haben wir Red Robin gefunden. Wer Red Robin nicht kennt: das ist ein ziemlich klassischer Burgerladen. Natürlich gab es dann auch Burger für uns. Zu mehr waren wir dann an dem Tag auch nicht mehr im Stande. Also ab zurück ins Hotel und den wohlverdienten Schlaf genießen. 1… 2… 3… eingeschlafen.

Nun holen wir das Wohnmobil ab

Der innere Wecker weckte uns dann auch schon um 6:30 Uhr kanadischer Zeit. Klar, in Deutschland ist es dann auch schon 15:30 Uhr. Danke Jetlag – so haben wir mehr vom Tag. Es ging direkt zur Wohnmobilstation GoWest. Netterweise hat uns ein Fahrer abgeholt und direkt zur Station gebracht. Das ist doch mal ein Service. Wir kamen um 12 Uhr an und hatten den Wagen dann um ca. 16 Uhr. Plant also genügend Zeit ein. Es kann dauern, bis die Übernahme und Einweisung komplett abgeschlossen ist.

In der Nähe gibt es einen Real Canadian Superstore bei dem wir unseren ersten Großeinkauf für 225 CAD (ca. 150 €) gemacht haben. Neben Lebensmitteln haben wir uns auch einen kleinen Grill, Kohle etc. besorgt. Tipp von uns: Mietet euch bei der Wohnmobilstation keinen Grill, auch wenn euch das mehrfach angeboten wird. Der Grill im Supermarkt ist deutlich günstiger und ihr könnt ihn, wie wir es gemacht haben, auf eurem letzten Campingplatz dann Neuankömmlingen schenken. Die werden sich freuen.

Die Kanada Rundreise kann starten

Vollgepackt und um ein paar Kilogramm schwerer fuhren wir nun Richtung Campingplatz. Wir haben uns spontan den Cariboo RV Park in Burnaby ausgesucht. Es war gar kein Problem, dass wir ohne Reservierung ankamen. Wir haben trotz großem Wohnmobil noch einen Platz und sogar noch 10% Rabatt auf die erste Nacht bekommen. Das war mal Glück.

Kanada Rundreise: Campen auf dem Cariboo RV ParkAbendessen auf dem Cariboo RV Park

Nachdem wir eingeparkt haben, lernten wir noch ein schweizer Paar kennen. Die beiden hatten leider ihren letzten Tag in Kanada und waren etwas traurig darüber. Sie haben uns von ihren Erlebnissen erzählt und damit unsere Vorfreude noch stärker angefeuert. Netterweise haben sie uns am Ende dann noch gefragt, ob wir ihre Lebensmittel geschenkt haben möchten. Sie hatten zu viel gekauft, um alles am letzten Tag noch aufbrauchen zu können. Und klar, die haben wir natürlich gerne genommen! Ein paar Nudeln, Tomatensauce und was man sonst noch so dabei hat, kann man ja immer gebrauchen. Bevor die große Kanada Rundreise startet, geht es morgen aber erstmal noch nach Vancouver.

Der zweite Tag in Vancouver

Die erste Nacht in unserem neuen fahrbaren Zuhause war wirklich schön. Der Camper war sehr geräumig und wir waren ja nur zu zweit. Heute regnet es, also müssen wir Frühstück und Kaffee in den Camper verlegen. Nach dem Frühstück ging es dann mit der Bahn direkt nach Vancouver. Die Bahnstation „Production Way-University“ ist fußläufig gut vom Campingplatz erreichbar. In ca. 50 Minuten erreichen wir die „Waterfront Station“ am Canada Place.

Vancouver CitylifeVancouver Canada PlaceWohnhäuser direkt an der WaterfrontaWasserflugzeuge an der Vancouver Waterfront

Vom Canada Place geht es dann durch den Regen zu Fuß in Richtung Gastown. Dort steht die weltweit erste Steam Clock, also eine Uhr, die durch Dampfkraft betrieben wird. Ziemlich spannend, denn der Dampf kommt aus der Fernheizung des historischen Viertels. Zu jeder vollen Stunde ertönt das größte Spielwerk der Uhr. Vier weitere zu jeder Viertelstunde.

Vancouver: Steam Clock in GastownSchöne Straßen im historischen Gastowns

Mittlerweile hat es aufgehört zu regnen. Wir machen uns also weiter zu Fuß auf in Richtung des über 400 Hektar großen Stanley Parks. Dieser Park ist der größte Stadtpark in ganz Kanada und in Summe sogar der drittgrößte ganz Nordamerikas. Der an Nordspitze der Halbinsel gelegene Park bietet über 200 km Spazierwege, die sich durch über eine halbe Million Bäume schlängeln. Außenrum befindet sich zusätzlich noch eine rund 9 km lange Ufermauer mit einer Fahrbahn für Spaziergänger und Fahrradfahrer.

Vancouvers Lions Gate BridgeRiesige Bäume im Stanley Park

Wir haben beobachtet, dass sich viele Besucher ein Fahrrad gemietet haben, um den ganzen Park zu entdecken. Wir haben uns jedoch entschieden mit Kamera und zu Fuß den Park zu erkunden. Während unserer Tour kamen wir an den Totempfählen vorbei, die noch heute an die Indianer der Squamish erinnern, die Kapitän George Vancouver 1792 dort vorfand. Der Park insgesamt ist sogar schon seit über 3000 Jahren bewohnt – verständlich, bei der Schönheit des Parks. In der städtischen Natur konnten wir aber auch echtes Wildlife sehen, denn plötzlich tauchte neben uns ein Otter auf. Das Tier hatte einen Fisch im Schlepptau und verschlang diesen genüsslich auf einem Stein direkt vor unseren Füßen. Man war der entspannt!

Totempfähle in Stanley ParkOtter in Vancouver

Das war ein langer Tag mit vielen Kilometern zu Fuß. Aber es hat sich gelohnt. Nachdem sich der Regen verzogen hatte und das Wetter etwas beständiger wurde, konnten wir richtig schöne Momente sowohl in der Stadt als auch in der Natur erleben. Am Ende waren wir dann aber doch wieder froh auf dem Campingplatz zu sein. Es gibt noch schnell Nudeln mit Tomatensauce, bevor wir dann nur noch todmüde ins Bett fallen. Morgen geht es dann weiter auf unserer Kanada Rundreise. Nächster Halt: Vancouver Island!

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