Ich höre Geräusche, mitten in der dunklen Nacht. Und obwohl ich die Geräusche noch nie zuvor gehört habe, weiß ich ganz genau, das sind Hyänen. Unverwechselbar ist dieses lachen…wohl jeder erkennt es auf Anhieb. Ich flüstere Tobi zu: „Hörst du das?“ Und er flüstert in der sternklaren Nacht hellwach zurück: „JA!“.

Genau solche Erlebnisse haben wir uns von der Reise mit dem Dachzelt in Namibia gewünscht. Und genauso haben wir es tatsächlich erlebt. Wir können uns nichts schöneres vorstellen, als ein Land wie Namibia mit einem Geländewagen und Dachzelt zu erkunden. Auf den staubigen Pisten unterwegs zu sein um das nächste Camp anzusteuern. Abends wird dann das Dachzelt aufgebaut, ein Lagerfeuer angezündet und wenn es dunkel wird, verkriecht man sich im Zelt.

Dachzelt & Namibia gehören für uns zusammenAbends am Lagerfeuer mit Dachzelt Namibia

Das Dachzelt aufbauen

Der erste Aufbau des Dachzelts nimmt noch einige Zeit in Anspruch. Es funktioniert aber mit jedem Auf- und Abbau besser und jeder Handgriff wird zur Routine. Wir haben es im Dachzelt recht geräumig und es bleibt jede Menge Platz für unsere Sachen, die wir jede Nacht dabei haben. Dazu gehören bei uns Dinge wie Stirnlampen, Taschentücher, Wasserflasche und eBook-Reader (für die Nächte wenn es gewittert und man kein Auge zu bekommt).

Das Dachzelt wird mit Hilfe der Leiter, mit der man ins Zelt klettert, aufgeklappt. Schon steht das Zelt und nun müssen nur noch sechs Stangen am Zelt angebracht werden. Im Zelt befindet sich eine Matratze, die in unserem Fahrzeug leider recht dünn ausfällt. So wache ich jeden Morgen mit Rückenschmerzen auf. Vielleicht kann man die Matratze zusätzlich mit einer Isomatte polstern, damit der Rücken keine Probleme macht. Wir werden es beim nächsten Mal definitiv testen.

Im Dachzelt gibt es an allen vier Seiten Fenster bzw. Eingänge, die man komplett blickdicht verschließen kann oder aber man lässt nur die Fliegennetze verschlossen und genießt die Aussicht nach draußen. Es ist wunderschön, nachts aufzuwachen und in einen endlosen Sternhimmel zu blicken. An einem Morgen schauen wir nach draußen und sehen einen Oryx am Wasserloch trinken. Das sind die Momente, die uns an unsere Namibia Reise erinnern und lange im Gedächtnis bleiben werden.

Oryx am Morgen aus dem ZeltOryx in der Namib WüsteIm Dachzelt ist es gemütlichUnser Dachzelt/Namibia

Hoppla – Unsere Pannen mit dem Dachzelt in Namibia

Ohja, Pannen mit dem Dachzelt gab es auch! Mehrere sogar! Direkt an unserem ersten Abend beim Aufbauen merken wir, dass das Dachzelt nur noch am seidenen Faden an dem Unterbau hängt. Sicher ist, so wird das Zelt nicht mehr lange halten. Glücklicherweise haben wir aber Tape dabei und können die Stelle fixieren. Das Tape hält unser Zelt die ganzen drei Wochen zusammen.

Zelten am WasserlochCampingabenteuer an der Spitzkopf

Eine Woche später geraten wir in ein Gewitter. Das Dachzelt ist bereits aufgebaut und wir sind gerade fertig mit dem Essen. Eigentlich wollen wir den Abend am Lagerfeuer genießen, doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Es kommt ein kräftiger Wind auf und kurz danach beginnt es zu gewittern. Vorsichtshalber setzten wir uns ins Auto und warten erstmal ab. Die Leiter vom Dachzelt wird vom Wind einige Male bedenklich in die Luft gehoben, bis schließlich das Unvermeidbare passiert: der Wind greift unter den ausgeklappten Teil des Dachzelts und klappt es zusammen. Mist! Wir springen nach draußen und versuchen im Regen das Zelt wieder aufzustellen. Wir ziehen an der Leiter und drücken an dem Unterbau das Zelt auseinander. Es dauert etwas bis das Zelt wieder steht. Wir rechnen schon damit, dass irgendetwas kaputt gegangen ist, aber auf den ersten Blick scheint alles unbeschadet zu sein. Damit das Gleiche nicht sofort wieder passiert, bauen wir das Zelt ab und warten das Schlimmste vom Gewitter ab. Später am Abend gibt es endlich eine Regenpause und wir parken das Auto um, damit der Wind nicht mehr unter den ausgeklappten Teil des Zeltes greifen kann.

Solche Schlamassel gehören für uns irgendwie dazu und hinterher können wir über die Geschichten lachen. Es heißt dann immer: „Weißt du noch wie das Dachzelt zusammengeklappt ist?…“ Wahrscheinlich kennt ihr das oder?! 🙂

Und das nächste Mal wieder mit Dachzelt?

Wenn wir eine weitere Reise ins südliche Afrika machen und das wollen wir unbedingt, weil es so traumhaft schön war, dann auf alle Fälle wieder mit Dachzelt. Das Camping-Leben hat uns bisher auf allen Reisen gut gefallen, aber mit dem Dachzelt kommt zumindest für uns noch eine Prise mehr Abenteuer hinzu.

Wenn Du eine Reise auf eigene Faust nach Namibia planst und auf der Suche nach einem Reisegefährt bist, interessiert dich vielleicht unsere Artikel über den Toyota Hilux. Viel Spaß beim Lesen!

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