Der Wilsons Promontory ist ein wunderschöner Nationalpark, in dem alle typischen Tiere Australiens vorkommen. Wir haben besonders viele Kängurus, Emus und Wombats gesehen. Im Park gibt es außerdem Strände mit riesengroßen roten Steinen, die wirklich imposant sind. Das Campen im Wilsons Promontory kann wirklich touristisch sein und viel Geld kosten oder es ist ruhig, gemütlich, günstig und abseits des touristischen Trubels. In diesem Artikel verraten wir dir den absoluten Geheimtipp für deine Nacht im Wilsons Promotory.

Emu auf dem Prom Wildlife WalkMeterhohe Steine am Picnic BayWombat im Wilsons PromotoryFür diesen Anblick lohnt sich frühes Aufstehen

Campen im Wilsons Promontory

Wie cool ist das denn?! Im Wilsons Promontory gibt es mehrere Zeltplätze, die man nur zu Fuß erreichen kann. Wenn Du Lust auf Abenteuer und eine Wanderung mit Übernachtung hast, dann nimm dir auf jeden Fall ein Zelt mit. Eine Erlaubnis, um dort zelten zu dürfen, erhältst Du auf der Homepage vom Nationalpark.

Campen im Wilsons Promontory kann man von günstig bis teuer. Wer mit etwas mehr Komfort im Nationalpark campen möchte, kann auf dem Tidal River Campground übernachten. Dies ist übrigens der einzige Campingplatz innerhalb des Parks, den man mit einem Fahrzeug erreichen kann. Der Campingplatz bietet neben Stellplätzen für Wohnmobile, auch Bungalows zum Übernachten an. Es gibt Waschhäuser, einen Laden und eine Touristeninformation. Wir sehen uns den Platz an und finden das Preis-Leistungsverhältnis nicht so angemessen. Eine Nacht auf einem so großen Campingplatz, den man sich mit vielen Menschen teilt, kostet für 2 Personen ca. 60 $. Das ist uns zu touristisch. Abgesehen davon waren nur noch wenige Plätze auf dem Campground frei.

Falls Du dich dafür entscheiden solltest, empfehlen wir dir, unbedingt eine Reservierung vorzunehmen. Wie wir erfahren haben, wird der Campingplatz gerade an Feiertagen und am Wochenende häufig von Einheimischen besucht.

Campen außerhalb des Nationalparks

Wenn Du den Nationalpark entdecken möchtest, dann ist das Campen im Wilsons Promontory nicht unbedingt Pflicht. Wir haben uns entschieden, abseits des Tourismus zu übernachten und fahren daher zum Shallow Inlet Campground, einem kleineren Platz, welcher direkt am Strand liegt. Von hier sind es ungefähr 15 Minuten bis zum Parkeingang und round about 40 Minuten Fahrtweg bis zum „Picnic Bay“, dem Strand mit den riesigen roten Steinen.

Der Shallow Inlet Campground liegt kurz hinter dem Shallow Inlet Caravan Park. Nicht verwechseln! Wir haben von einigen gehört, die versehentlich bereits vorher zum Caravan Park abgebogen sind. Der Campground ist tatsächlich relativ schlecht ausgeschildert und hat auch trotz Namensähnlichkeit nichts mit dem Caravan Park zu tun. Wir haben dir die Koordinaten mal rausgesucht:

An dem Caravan Park fahren wir also vorbei und kommen zu einem gemütlichen, zwischen Bäumen gelegenen Campingplatz. Der Ranger wohnt in einem Wohnwagen am Eingang und zeigt uns mit seinem Quad unseren Stellplatz für die Nacht. Er ist etwas wortkarg, aber nett und will nur 10 $ von uns für eine Nacht haben. Dafür gibt es allerdings auch keine Duschen, aber ein Toilettenhäuschen und eine gemütliche Atmosphäre 🙂

Ein schöner Abend am Strand

Hier fühlen wir uns richtig wohl. Unser Platz liegt umringt von Bäumen und es sind nur ein paar Schritte bis zu einer Holztreppe, die hinunter zum Strand führt. Zwei Kinder spielen dort, ansonsten ist es hier menschenleer. Es ist gerade Ebbe und im Schlick liegt ein kleines Boot im Trockenen. Die Möwen schreien und wir gehen ein bisschen am Strand entlang.

Langsam wird es später und uns knurrt der Magen. Es wird Zeit für das Abendessen. Die Sonne steht schon tief am Horizont und so essen wir heute auswärts. Wir nehmen unsere gekochten Nudeln & Tomatensoße mit zum Strand hinunter und essen dort. Perfektes Timing. Die Sonne geht langsam unter und das Licht wird so wunderschön. Wir haben den Strand fast für uns allein. Ein älterer Mann kommt vorbei und wünscht uns guten Appetit. Wir stoßen mit unserem Corona an, Prost!

Campen im Wilsons PromontoryCampen im Wilsons Promontory und Essen direkt am Strand

Wir lassen den Abend noch gemütlich ausklingen, packen irgendwann unsere Sachen zusammen und machen uns wieder auf den Weg zum Camper. Die Nacht wird heute kurz, denn wir wollen schon wieder früh aufstehen, um die Natur bei einer kleinen Wanderung entlang des „Prom Wildlife Walk“ bei Sonnenaufgang sehen zu können.

Der Wecker klingelt, es ist noch stockdunkel und wir versuchen uns durch die engen Wege zwischen den Bäumen zur Straße durchzuschlagen. Nicht so einfach, wenn man nur mit Scheinwerfern und Taschenlampe ausgestattet ist. Überall hängen Äste kreuz und quer. Nachdem wir uns einige Male verfahren haben und plötzlich irgendwo, aber nicht am Ausgang standen, schaffen wir es dann doch und machen uns auf den Weg. Der Tag wird noch richtig schön. Was wir alles erlebt haben, kannst Du in dem Artikel Ein Besuch im Wilsons Promontory Nationalpark entdecken!

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