Wer nach Botswana reist, der kommt sicherlich wegen des Abenteuers und der außergewöhnlichen Tierwelt dort hin. Die Game Drives in Botswana sind wirklich Weltklasse, denn nirgends sonst gibt es so viele Elefanten. In Kombination mit der unglaublich schönen Landschaft des Okavango-Deltas, zu dem auch das Moremi Game Reserve gehört, hat jede Pirschfahrt das Potential zu dem Erlebnis deines Lebens zu werden.

Die Sichtungschancen sind natürlich immer eine Glücksache und auch Geduldssache. Damit Du aber gut vorbereitet auf Pirsch fährst, haben wir hier fünf Tipps, die auf einem Game Drive nicht fehlen dürfen.

Tipp 1: Das Fernglas

Damit wir Tiere in weiter Entfernung oder im Busch überhaupt ausmachen können, ist für uns ein Fernglas unverzichtbar. Es lohnt sich immer mal wieder mit dem Fernglas die Gegend zu scannen, denn man wundert sich, was man mit dem bloßen Auge oft übersieht. Oder man ist sich einfach nicht sicher: Ist das da hinten ein Ast oder der Schwanz eines Leoparden? Ohne ein gutes Fernglas ist man auf Safari wirklich aufgeschmissen!

Wir haben uns für unsere erste Namibia Rundreise ein neues Fernglas zugelegt. Wir haben bereits ein kleines kompaktes Fernglas, das Nikon Aculon besessen. Jedoch hat es sich für Beobachtungen in weiteren Entfernungen, bei schwierigen Lichtverhältnissen und der Komfort beim Ansetzen für den längeren Gebrauch nicht bewährt. Es musste also ein neues her. Wir haben uns für das Nikon Monarch entschieden und sind mit diesem sehr zufrieden.

Tipp 2: Tierbestimmung

Wir haben es schon das ein oder andere Mal erwähnt, dass wir das Handbuch der Säugetiere des südlichen Afrika mit dabei gehabt haben. Wir finden, dass es einfach Spaß bringt, die Tiere auf den Game Drives bestimmen zu können. Gerade bei den Antilopen und Vögeln wird es schnell schwierig.

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Ein Chobe-Buschbock auf einer unserer Campsites

Neben dem Spaßfaktor ist es aber auch toll, wenn die Sichtungen dadurch einfach mehr Tiefgang bekommen, in dem man über die Wildtiere mehr erfährt. Das Buch enthält zwar nur kursgefasste Infos zu den jeweiligen Säugetieren aber durchaus interessante Fakten, die Lust auf mehr machen. Um die zahlreichen Vögel, die vor allem im Caprivi-Streifen vorkommen, bestimmen zu können, empfiehlt sich das Buch Vögel des südlichen Afrikas.

Tipp 3: Thermoskanne

Vielleicht geht es dir genauso wie uns: kein Morgen ohne Kaffee. Der Geruch von frisch gebrühtem Kaffee ist einfach herrlich und zu einem morgendlichen Ritual geworden. In Botswana haben wir im Moremi und Chobe meist direkt nach dem Aufstehen einen Game Drive unternommen, da die Tiersichtungen dann sehr gut sind. Damit wir keine wertvolle Zeit verlieren, haben wir bereits am Vortag Wasser gekocht und in unsere mitgebrachte Thermoskanne gefüllt. So haben wir während der morgendlichen Pirsch einen Kaffee trinken können. Am besten eignet sich dafür Instant-Kaffee der nur mit heißem Wasser übergossen werden muss.

Dazu schmecken ein paar Rusks, die man im südlichen Afrika auf Safaris frühstückt und in den Kaffee stippt. So rustikal und einfach die Gerichte während einer Camping Reise im südlichen Afrika auch sind, draußen in der Natur schmeckt alles tausend mal besser. Wenn Du noch etwas Inspiration für Rezepte über dem Lagerfeuer brauchst, lies dir doch mal den verlinkten Artikel durch.

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Kaffee und Rusk gehören zu einer Safari dazu

Tipp 4: Kartenmaterial

In den Wildnisgebieten Moremi und Chobe gibt es viele Routen auf denen man als Selbstfahrer Game Drives unternehmen kann. Um uns zurecht zu finden haben wir neben Karten Apps (z.B. Google Maps oder MapsMe) Papierkarten verwendet. Die Kombination von GPS und Papierkarte würden wir auf jeden Fall empfehlen. Google Maps reicht in den Parkgebieten in Botswana keinesfalls als alleinige Navigationsmöglichkeit aus. MapsMe ist dort viel hilfreicher, da im Gegensatz zu Google Maps alle Wege enthalten sind.

Für uns haben sich auf Game Drives die Tinkers Maps im praktischen Heftformat bewährt. Die Karten gibt es für viele Parks in Botswana und enthalten alle Routen mit zusätzlichen Infos. Die Karten kannst Du in vielen Shops, an den Park-Gates oder im Büro des DWNP (Department of Wildlife & Nationalparks) in Maun kaufen.

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Die Tinkers-Maps sind für Game Drives in den Parks perfekt

Tipp 5: Teleobjektiv

Natürlich darf auf einem Game Drive auch niemals die Kamera fehlen. Wir empfehlen dir eine Kamera mit ausreichendem Zoom bzw. ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von 200mm oder besser 400mm. Wir sind selbst auf ein Objektiv mit 400mm Brennweite umgestiegen, um einfach noch näher an die Tiere heran zu kommen und gleichzeitig ausreichend Abstand einhalten zu können.

Je höher die Brennweite, desto unschärfer der Hintergrund. Wenn Du also Tiere optisch aus dem Bild herausstellen möchtest, dann spare lieber bei der Kamera, nicht aber beim Objektiv. Wir fotografieren mit einer Kamera von Sony. Entsprechend nutzen wir für unsere Fotos auch ein Sony-Objektiv. In unserem Fall ist es das Sony SEL-100400GM. Bevor wir auf dieses Objektiv umgestiegen sind, haben wir das Sony SEL-70200G genutzt, das wir aufgrund der Schärfe ebenfalls sehr empfehlen können.

Falls Du gerade auf der Suche nach einer neuen Kamera bist, dann können wir dir die Alpha-7-Reihe sehr empfehlen. Die neue Sony Alpha 7 III ist eine super Kamera – egal ob für Fotos oder Videos.

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Die Gabelracke ist mit dem Sony SEL-100400GM fotografiert

Wenn Du diese fünf Tipps im Kopf hast, dann wird dein Game Drive sicher zu einem unvergesslichen Abenteuer. Du kannst mit dem Fernglas und Tierbestimmungsbuch die Tiere vor Ort erforschen, kannst die Wartezeit mit einem Kaffee aus der Thermoskanne überbrücken, findest dich Vorort mit den Karten und Apps zurecht und hältst den Moment mit tollen Fotos für immer fest.

Was hast Du dabei, wenn Du einen Game Drive machst? Berichte uns doch mal in den Kommentaren.
Wer nach Botswana reist, der kommt sicherlich wegen dem Abenteuer und der außergewöhnlichen Tierwelt. Die Game Drives in Botswana sind wirklich Weltklasse, denn nirgends sonst gibt es so viele Elefanten. In Kombination mit der unglaublich schönen Landschaft des Okavango-Delta, zu dem auch das Moremi Game Reserve gehört, hat jede Pirschfahrt das Potential zu dem Erlebnis deines Lebens zu werden. Die Sichtungschancen sind natürlich immer eine Glücksache und auch Geduldssache. Damit Du ab...