Das berühmteste und meist besuchte Wasserloch im Etosha Nationalpark liegt im Okaukuejo Camp. Es ist nicht ganz ohne Grund eines der beliebtesten Orte im Etosha, um Tiere zu beobachten. Gerade nach Einbruch der Dunkelheit lassen sich hier verschiedene Tierarten blicken. Wir haben unsere Übernachtung im Okaukuejo Camp nicht bereut, denn wir konnten hier schon eine Vielzahl der Tiere entdecken, die es im Etosha zu sehen gibt.

Das Wasserloch im Okaukuejo CampZebras beim Trinken

Wir haben den Sonnenuntergang verpasst

Sind wir doch eigentlich Freunde ausgiebiger Barbecues, haben wir im Okaukuejo Camp einfach keine Ruhe, um ein Lagerfeuer zu machen. Die Möglichkeit, Tiere zu beobachten, ist einfach zu verlockend. Nach unserer Ankunft im Etosha Nationalpark, sind wir den restlichen Tag auf unserem ersten Game Drive unterwegs. Erst als es allmählich Abend wird und wir aufgrund der Öffnungszeiten des Gates zurück im Camp sein müssen, richten wir uns etwas ein und fangen an, unser Abendessen zu kochen.

Auf unserem Game Drive im EtoshaEine Herde Oryx im Etosha

Die untergehende Sonne hüllt gerade alles in ein fantastisches Licht und so kommt in uns das Gefühl auf, dass wir etwas verpassen. Wir schauen sehnsüchtig in die Richtung, in der das Wasserloch liegt und fragen uns, welche Tier-Szenen sich dort wohl gerade abspielen könnten. Zu gerne würden wir los und den Sonnenuntergang am Wasserloch fotografieren. Auf der Gasflasche kochen jedoch die Nudeln im Topf und so müssen wir uns noch gedulden. „So ein Mist“ denken wir, der schönste Sonnenuntergang und wir hocken vor einem Topf kochender Nudeln mit Tomatensoße. Wenigstens beherrschen wir mittlerweile das Kunststück „alles in einem Topf kochen“ – also One Pot Pasta. Es nützt nichts, essen müssen wir schließlich auch.

Als wir uns endlich voller Aufregung zum Wasserloch begeben, ist die Sonne schon fast weg. Ein paar Meter müssen wir durch das Okaukuejo Camp laufen, dann liegt das Wasserloch vor uns. Und was sehen wir dort stehen?! Wir können es kaum glauben! Ein Elefant! Nee, Moment mal, dort steht noch ein zweiter. Zwei große Riesen trinken friedlich am Wasserloch in der gerade einsetzenden Dunkelheit. Fantastisch.

Es wird Dunkel im Okaukuejo Camp

Die Elefanten bleiben eine ganze Weile. Immer wieder strecken sie ihre Rüssel in das Wasser, um zu trinken. Wir sitzen auf einer der Bänke, die in einem Bogen um einen Teil des Wasserlochs herum führen. Alle Besucher sind mucksmäuschenstill und beobachten die Tiere. Nacheinander verlassen die Elefanten das Wasserloch, wir atmen durch und fangen an, die Begegnung mit den Elefanten zu realisieren. Doch bei dieser Beobachtung soll es heute Abend nicht bleiben. Hinter der Wasserstelle nehmen wir plötzlich eine Bewegung wahr. Was kann das sein? Ein paar Sekunden später tritt etwas graues aus der Dunkelheit und läuft langsam in Richtung des künstlich beleuchteten Wasserlochs. Es ist tatsächlich ein Nashorn! Ein Spitzmaulnashorn noch dazu, wie sich kurze Zeit später vermuten lässt. Wir hören einen Mann neben uns flüsternd sagen, dass er schon etliche Male im Okaukuejo Camp war, aber noch nie ein Nashorn gesehen hat.

Wir sind tief beeindruckt, als ein weiteres Nashorn und eine Giraffenfamilie mit Nachwuchs dazu kommen und ebenfalls am Wasserloch zu trinken beginnen. Wirken Nashörner nicht wie Urgesteine aus einer anderen Zeit? Wie Dinosaurier, Millionen von Jahren alt. Wunderschön! Wir spüren förmlich, wie alle anderen Besucher ihr Glück ebenfalls kaum fassen können.

Zwei Elefanten am WasserlochElefanten beim TrinkenEin Nashorn kommt ebenfallsWir sind total beeindruckt von den beiden NashörnernEine Giraffen-Familie mit Nachwuchs schaut auch vorbeiDas Wasserloch hält für uns am Abend einiges bereit

Das Okaukuejo Camp ist ein Elefanten Treffpunkt

Zumindest scheint es so, denn als wir am nächsten Tag weiter fahren wollen, habe ich noch einmal das starke Bedürfnis, zum Wasserloch zu gehen. Nur mal einen Blick drauf werfen, ob zufällig ein Tier da ist. Wer weiß, vielleicht zeigt sich ein Tier beim Auffüllen der eigenen Wasserreserven.

Als ich zwischen den Chalets entlang zum Wasserloch gehe, ist mein Blick für große graue Riesen bereits geschärft. Und so erkenne ich sofort: Elefant am Wasserloch! Ich drehe direkt um und eile zu Tobi, um ihm die Elefanten-Botschaft zu überbringen. Gemeinsam kommen wir zurück und können noch eine ganze Weile den Elefanten beobachten. Besonders schön ist dieses Mal, dass sich noch etliche Zebras und Springböcke am Wasser aufhalten. Ein richtig schönes Bild, all die verschiedenen Tiere an einer Stelle versammelt zu sehen.

Wir können es wirklich nur betonen: plant für alle Wege viel Zeit ein. Man weiß nie, welche Tiere man entlang des Weges entdecken und beobachten möchte. Deshalb kann es im Etosha schon einmal länger dauern, um von A nach B zu gelangen.

Die Sitzbänke im Okaukuejo CampEin Besuch am Wasserloch früh morgensZebras und Springböcke gemeinsam beim TrinkenDas WasserlochNoch ein Elefant am WasserlochGiraffen schauen auch gerne vorbei

Info

Campingplatz: Okaukuejo

Kosten: 170 NAD pro Person / je Nacht und zusätzlich 280 NAD für den Stellplatz / je Nacht (max. 8 Personen)

Weitere Informationen über den Etosha Nationalpark und eine Übersicht der Campingmöglichkeiten im Nationalpark bekommst du in diesemArtikel: Etosha Nationalpark Camping.

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