In Namibia ist Malaria eine ernstzunehmende Erkrankung, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit zeichnet sich vor allem durch hohes, wiederkehrendes Fieber sowie Schüttelfrost, Beschwerden im Magen-Darm-Trakt und Krämpfe aus. Besonders Kinder reagieren im Verhältnis stärker, sodass es einem Koma-Zustand oder sogar bis zum Tod führen kann. Aufgrund des subtropischen Klimas ist die Gefahr erhöht, in Namibia Malaria zu bekommen.

In Namibia ist das Klima weitestgehend heiß und trocken, jedoch gibt es auch Landesteile, in denen das Wetter saisonal eher subtropisch ist. Das Risiko, an Malaria zu erkranken, ist daher regional und saisonal sehr unterschiedlich. In welchen Gegenden in Namibia Malaria Prophylaxe erforderlich ist und welche Erfahrungen wir gemacht haben, darüber berichten wir in diesem Artikel.

Malaria ProphylaxeEin Hautspray kann gegen Stiche von Stechmücken helfen

In welchen Regionen kommt in Namibia Malaria vor?

Stechmücken legen Ihre Eier in Gewässer oder in der Nähe von Gewässern ab. In der trockenen Jahreszeit, den Namibianischen Wintermonaten, sind die Wasserstellen im Etosha Nationalpark meist ausgetrocknet. Die Stechmücken finden daher kaum Brutstellen für den Nachwuchs. Im Norden Namibias, wie z. B. der Sambesi Region (ehemals Caprivi-Streifen genannt), besteht ein ganzjähriges Risiko, an Malaria zu erkranken. Kein Wunder, denn hier gibt es teils ausgedehnte Flussgebiete, die vor allem im Sommer durch heftige Regenfälle gut gefüllt werden. Die Stechmücken dürften in dieser Landschaft ausreichend Brutstellen finden.

Wir haben während der Reise vernommen, dass viele Besucher des Etosha Nationalparks der Meinung sind, dass nur ein geringes Risiko besteht, in Namibia Malaria zu bekommen. Die meisten Gesundheitsorganisationen raten dennoch dazu, auch in den Wintermonaten ein Prophylaxe-Medikament einzunehmen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Vor unserer Reise durch den Etosha waren wir zuerst unsicher, ob während der Sommerzeit (=Regenzeit in Namibia) viele Stechmücken im Nationalpark zu finden sind. Je mehr Stechmücken es gibt, desto höher ist natürlich das Risiko, von einer Mücke mit dem Erreger gestochen zu werden. Da man mit der Einnahme des Medikamentes aber bereits vor der Reise in ein Malaria-Gebiet beginnen muss, haben wir uns vorsichtshalber dafür entschieden.

Während der Reise haben wir trotz des Regens keine Stechmücken im Etosha gesehen bzw. sind nicht einmal gestochen worden. Auch wenn das Tropeninstitut ein hohes Risiko in dieser Region und Jahreszeit angibt, würden wir das Risiko im Nachhinein als eher gering einschätzen. Das ist aber natürlich eine Momentaufnahme unserer Reise und kann kommendes Jahr schon wieder völlig anders aussehen. Zur Sicherheit würden wir immer wieder ein Medikament mitnehmen.

Der Etosha Nationalpark ist die nördlichste Region auf unserer Reiseroute. Daher können wir die Lage noch weiter nördlich nicht einschätzen. Wenn es aber Fälle von Malaria Erkrankungen gibt, dann stammen diese häufig aus dem nördlichen Teil Namibias. In Windhoek, der Küste und im südlichen Teil des Landes, besteht laut Tropeninstitut kein Risiko an Malaria zu erkranken.

Wie kann ich in Namibia Malaria vermeiden?

Wenn Du in ein Malariagebiet reist, solltest Du. damit es zu möglichst keinen Mückenstichen kommt, so gut es geht vorbeugen. Eine Tropenweisheit besagt: Kein Stich, keine Infektion. Deshalb ist es am besten, abends und nachts, wenn die Stechmücken aktiv werden, lange Kleidung zu tragen. Arme und Beine sind dann bedeckt und Mücken finden nicht so leicht eine nackte Körperstelle zum Stechen. Nach Möglichkeit solltest Du helle Kleidungsstücke tragen, da diese Mücken nicht so stark anlocken, wie dunkle Kleidung.

Das Imprägnieren der Kleidung hilft außerdem, die Mücken auf Abstand zu halten. Gerade wenn Du Kleidung trägst, die nicht stichfest ist. Durch manche Stoffe gelingt es den Mücken dennoch, durchzustechen. Es gibt jedoch wirkungsvolle Schutzmittel, die Du kaufen kannst. Eine Auswahl findest du hier.

Manchmal ist es aufgrund der hohen Temperaturen eine Qual, lange Kleidung zu tragen. Häufig gilt das in tropischen Ländern auch Abends noch. Unbedeckte Körperstellen sollten dann mit einem hochwirksamen Anti-Mückenmittel eingesprüht werden. Wir haben bisher gute Erfahrung mit dem NoBite Spray gemacht. Das Hautspray hat einen Anteil von 50% des hochwirksamen Wirkstoffes DEET und schützt so bis zu mehreren Stunden vor Mückenstichen. DEET ist der weltweit wirksamste Wirkstoff bei Anti-Mückenmitteln und wird von der WHO (World Health Organization – Weltgesundheitsorganisation) empfohlen.

Namibia Malaria Prophylaxe gibt es nur auf RezeptNamibia Malaria: Kein Stich - keine Infektion

Gibt es Medikamente gegen eine Erkrankung?

Neben diesen vorbeugenden Maßnahmen gibt es außerdem die Möglichkeit in Namibia Malaria Prophylaxe in Form von Tabletten einzunehmen. Gegen Malaria gibt es keinen präventiven Impfstoff! Da alle Malaria Medikamente verschreibungspflichtig sind, ist eine Rücksprache mit einem Reisemediziner oder deinem Arzt erforderlich. Je nach Risikozone kann dir dein Arzt das geeignete Medikament verschreiben.

Für unsere Namibiareise während der Regenzeit (einen Artikel über das Reisen in Namibia während der Regenzeit findest Du übrigens hier) haben wir das Medikament Atovaquon/Proguanil verschrieben bekommen. Das Medikament kostet ca. 40 € und beinhaltet 12 Tabletten. Gemäß des Beipackzettels haben wir mit der Einnahme am Tag vor der Einreise in den Etosha Nationalpark begonnen. Im Anschluss muss jeden Tag eine Tablette genommen werden, bis die Packung aufgebraucht ist. Wir haben das Medikament beide sehr gut vertragen und sind gesund zurück gekommen.

Abschließend empfehlen wir dir auf jeden Fall, dich vor deiner Reise nach Namibia von einem Arzt beraten zu lassen! Das Tropeninstitut gibt zusätzlich nützliche Informationen.

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