Als wir im Norden von Seattle unterwegs sind, entdecken wir bei Bellingham den Clark’s Point. Ein wunderbarer Ort, um erhöht vom Festland in völliger Ruhe die Weite der Bellingham Bay zu genießen. Und was ist entspannter, als eine Hängematte zwischen zwei Bäumen aufzuhängen und mit einem leichten Schaukeln einfach den Moment zu genießen?

Clark’s Point – eine spontane Entscheidung

Unsere Rundreise nähert sich dem Ende und wir sind von Vancouver Island mit der Fähre auf dem Weg nach Seattle. Wir haben uns fest vorgenommen, am Mount Baker eine Wanderung zu unternehmen – mit Rucksack, Zelt und etwas Verpflegung. Das muss so wunderschön sein! Leider will das Wetter aber nicht so, wie wir es wollen. Dichter Nebel und immer wieder Regen lassen uns am Startpunkt der Wanderung überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist wandern zu gehen. Vor allem, wenn man nur ein paar Meter nach vorne schauen kann. Der ersehnte Ausblick würde dann wohl ausbleiben.

Wir entscheiden uns kurzerhand einem Tipp nachzugehen, den wir vor der Reise bekommen haben. Die kleine Stadt Bellingham soll toll sein. Wir checken kurz das Wetter und staunen nicht schlecht, dass dort Sonne, blauer Himmel und warme Temperaturen angesagt sind. Schön, wenn man spontan sein kann. Also drehen wir mit dem Auto um und machen uns auf den Weg. Es soll dort einen Ausblick geben, von dem aus man die Bucht vor Bellingham anschauen kann.

Clark’s Point: der Weg dahin

Wir parken an der Fieldstone Rd. Von dort aus führt der kleine Clark’s Point Trail durch einen kleinen Wald direkt zum Ausblick. Der Weg vom Auto bis zum Clark’s Point dauert nur ca. 5 Minuten – ideal also, um einen Rucksack mit etwas Verpflegung mitzunehmen. Wir haben den Platz bereits vorher auf Google Maps angeschaut und gesehen, dass dort viele Bäume zu finden sind. Gut, dass wir uns vor der Reise eine kleine kompakte und vor allem leichte Hängematte gekauft haben, die wir natürlich mit einpacken.

Ausblick über die Bellingham Bay von der Hängematte aus

Der Weg durch den Wald ist ziemlich dunkel, da die Bäume sehr dicht stehen. Wir sind schon gespannt, ob es wirklich so toll wird, wie wir es uns vorstellen. Von Meter zu Meter wird es heller und wir meinen erahnen zu können, was auf uns zukommt.

Plötzlich öffnet sich die Landschaft, wie eine Leinwand im Kino. Da ist er also, der Clark’s Point mit dem atemberaubenden Ausblick auf die Bellingham Bay. Auf der rechten Seite sind einige Häuser zu sehen, die diesen Blick wohl jeden Tag genießen können. Unten an der Küste fährt von Zeit zu Zeit eine alte Güterbahn, die der Szene noch mal mehr Charakter gibt.

Clark's Point: Hängematte mit Blick aufs Meer 02
Clark's Point: Hängematte mit Blick aufs Meer 03

Wir spannen also die Hängematte auf und liegen dort abwechseln drin. Einer genießt den Ausblick, der andere gibt ein wenig Anschwung. So muss das Leben sein! Hier könnten wir wohl so einige Stunden verbringen – was wir auch machen.

Es ist so traumhaft, wie die Sonne langsam immer tiefer am Horizont steht und die Inseln mit einem goldenen Licht anstrahlt. Von Zeit zu Zeit sehen wir unten immer wieder Kajaks die Küste entlang fahren. Es hallt so, dass wir beinahe jedes Wort verstehen können. Wir halten Ausschau nach Walen, die wir aber leider nicht entdecken können.

Man sind wir froh, dass wir die Entscheidung getroffen haben, zum Clark’s Point zu fahren. Wir sehen mal wieder, dass Orte, die direkt in unser Herz gehen, nicht teuer sein müssen. Wir genießen den Moment vollkommen, schalten ab und lassen unsere Reise noch einmal Revue passieren. Washington, Du hast es geschafft: wir werden wiederkommen!

Hast Du dich auch schon mal spontan auf einer Reise umentschieden und warst dann so glücklich, dass Du es gemacht hast? Berichte uns doch mal in den Kommentaren.


Wir entscheiden uns spontan nach Bellingham zu fahren, da das Wetter in den Bergen rund um Seattle leider immer schlechter wird. In Bellingham am Clark\'s Point werden wir dann von einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Wir spannen die Hängematte auf uns lassen den Blick über die Bucht schweifen.

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